Nach 25 oder 30 Jahren zuverlässiger Stromproduktion stellt sich für viele Anlagenbesitzer eine wichtige Frage: Wohin mit den alten Modulen? Wer heute eine PV-Anlage in Warendorf oder Umgebung betreibt, denkt vielleicht noch nicht an das Ende der Nutzungsdauer. Doch die ersten großen Installationswellen der frühen 2000er-Jahre erreichen langsam diesen Punkt. Damit rückt das Thema Photovoltaik-Recycling zunehmend in den Fokus. Die gute Nachricht: Solarmodule lassen sich zu einem sehr hohen Anteil wiederverwerten. Das PV-Recycling entwickelt sich zu einem wichtigen Baustein der Kreislaufwirtschaft und macht Solarenergie noch nachhaltiger.
Das Wichtigste in Kürze
- Solarmodule erreichen nach etwa 25–30 Jahren das Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer.
- Bis zu 95 % der Materialien wie Glas, Aluminium und Silizium lassen sich beim Recycling der PV-Module zurückgewinnen.
- Die Entsorgung der Solarmodule ist in Deutschland gesetzlich geregelt und für Hersteller verpflichtend.
- Anlagenbetreiber können ausgediente Module kostenfrei an kommunalen Sammelstellen abgeben.

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Aus diesen wertvollen Materialien bestehen deine Solarmodule
Ein handelsübliches kristallines Solarmodul besteht aus mehreren Schichten wertvoller Rohstoffe. Den größten Anteil macht mit etwa 70 % Glas aus, das die empfindlichen Solarzellen schützt. Der Aluminiumrahmen sorgt für Stabilität und lässt sich besonders einfach recyceln. Die eigentlichen Solarzellen bestehen aus hochreinem Silizium. Hinzu kommen Kunststoffe für die Einkapselung, Kupfer für elektrische Verbindungen sowie geringe Mengen Silber und andere Metalle.
Je nach Modultyp ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an das Recycling:
- Kristalline Siliziummodule: Der häufigste Modultyp lässt sich gut recyceln, da die Materialien klar getrennt vorliegen.
- Dünnschichtmodule: Diese Module enthalten teilweise Cadmium oder andere Spezialmetalle, die eine gesonderte Behandlung erfordern.
- Bifaziale Module: Dieser Modultyp besteht oft aus zwei Glasschichten, was den Trennprozess aufwendiger gestaltet.
- Module mit integrierten Optimierern: Die zusätzliche Elektronik muss bei diesen Modulen separat aufbereitet werden.
So funktioniert das Recycling von ausgedienten Solarmodulen
Das PV-Recycling hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Moderne Anlagen arbeiten mit mehrstufigen Verfahren, um möglichst viele Rohstoffe zurückzugewinnen. Im ersten Schritt werden Aluminiumrahmen und Anschlussdosen manuell oder maschinell entfernt. Diese Komponenten gehen direkt in etablierte Recyclingkreisläufe.
Der aufwendigere Teil ist die Trennung von Glas, Solarzellen und Kunststofffolien. Thermische Verfahren erhitzen die Module auf etwa 500 °C, sodass die Kunststoffe verbrennen und sich das Glas löst. Alternativ setzen einige Anlagen auf mechanische Zerkleinerung mit anschließender Sortierung. Chemische Verfahren können besonders reines Silizium zurückgewinnen, sind aber energieintensiver.
Die zurückgewonnenen Materialien finden vielfältige Verwendung: Recyceltes Glas wird in der Bauindustrie eingesetzt, Aluminium geht in die Metallverarbeitung, und aufbereitetes Silizium kann theoretisch sogar für neue Solarzellen verwendet werden.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten
Die Entsorgung der Solarmodule unterliegt in Deutschland dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Seit 2015 gelten PV-Module offiziell als Elektrogeräte und müssen entsprechend entsorgt werden. Das bedeutet konkret: Hersteller und Importeure tragen die Verantwortung für die fachgerechte Verwertung ihrer Produkte.
Für Anlagenbetreiber und Hersteller gelten folgende Pflichten:
- Hersteller müssen sich bei der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) registrieren.
- Sie finanzieren die Sammlung und das Recycling über Rückstellungen oder Fondslösungen.
- Private Anlagenbetreiber können defekte oder alte Module kostenfrei an kommunalen Wertstoffhöfen abgeben.
- Gewerbliche Betreiber mit größeren Mengen müssen zertifizierte Entsorgungsunternehmen beauftragen.
- Eine illegale Entsorgung über den Hausmüll ist verboten und kann Bußgelder nach sich ziehen.
Bei EST-SOLAR unterstützen wir dich gerne bei Fragen rund um die fachgerechte Entsorgung. Auch wenn deine Anlage noch viele Jahre zuverlässig Strom produziert, ist es sinnvoll, den gesamten Lebenszyklus im Blick zu behalten.
Fazit: Nachhaltige Solarenergie durch konsequentes Recycling
Das Photovoltaik-Recycling macht Solarenergie zu einer echten Kreislauflösung. Mit Recyclingquoten von bis zu 95 % zeigt die Branche, dass nachhaltige Energieerzeugung auch am Ende der Modullebensdauer funktioniert. Die Verfahren werden stetig effizienter, und künftige Modulgenerationen werden von Anfang an für ein noch einfacheres Recycling konzipiert.
Du planst eine neue Anlage oder möchtest deine bestehende PV-Anlage mit Drohne prüfen lassen? Auch für Photovoltaik für Unternehmen bieten wir bei EST-SOLAR umfassende Lösungen. Sprich uns an und erfahre, wie du von Anfang an auf zukunftssichere und nachhaltige Solartechnik setzt.
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